Um 4.53 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Lanzendorf zu einer gemeldeten Brandgefahr (B1) im örtlichen Reitstall „Gut Fabricius“ alarmiert. Bereits während der Anfahrt war Feuerschein erkennbar, weshalb die Alarmstufe umgehend auf B2 erhöht und die Feuerwehren Maria Lanzendorf und Leopoldsdorf nachalarmiert wurden.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte griffen die Flammen bereits auf den Dachstuhl über. Aufgrund der raschen Brandausbreitung und der Größe des Objektes wurden zusätzliche Kräfte angefordert. Rund eine halbe Stunde nach der Erstalarmierung erfolgte noch eine weitere Alarmierung zusätzlicher Feuerwehren.
Die Einsatzkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, die Ausbreitung des Brandes zu verhindern und die umliegenden Gebäudeteile zu schützen. Über zahlreiche Löschleitungen sowie unter Einsatz mehrerer Hubrettungsgeräte wurde die Brandbekämpfung sowohl von außen als auch über die Dächer durchgeführt. Die örtlichen Gegebenheiten stellten die Feuerwehr vor große Herausforderungen, da zusätzlich zur Brandbekämpfung auch die verschreckten Pferde in Sicherheit gebracht werden mussten.
Trotz des massiven Kräfteeinsatzes konnte der Dachstuhl des historischen Gutshofes nicht mehr gerettet werden und brannte vollständig nieder. Für drei Pferde, die sich auf dem Anwesen befanden, kam leider jede Hilfe zu spät.
Während der Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrmitglieder verletzt, die betroffenen Einsatzkräfte wurden medizinisch versorgt.
Nach mehreren Stunden intensiver Löscharbeiten konnte die Einsatzleitung um 10:18 Uhr „Brand Aus“ melden. Die Arbeiten waren damit jedoch noch nicht beendet. Bis etwa 18:00 Uhr wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt, um versteckte Glutnester aufzuspüren und ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Anschließend folgten aufwendige Aufräum- und Sicherungsarbeiten, die sich bis in die späten Abendstunden zogen.
Die Brandursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Insgesamt standen 16 Feuerwehren mit rund 150 Mitgliedern im Einsatz: FF Lanzendorf, FF Achau, FF Ebergassing, FF Grammatneusiedl, FF Himberg, BTF Industriepark Schwechat, FF Kledering, FF Leopoldsdorf, FF Mannswörth, FF Maria Lanzendorf, FF Pellendorf, FF Rannersdorf, FF Schwechat, FF Wienerherberg, FF Velm, FF Zwölfaxing.
Bedingt durch den Umfang dieses Einsatzes musste die B11 für mehrere Stunden durch die Polizei gesperrt werden.
Die Freiwillige Feuerwehr Lanzendorf bedankt sich bei allen eingesetzten Feuerwehren, den Rettungsdiensten, der Polizei sowie allen weiteren beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit während dieses lang andauernden und kräftezehrenden Einsatzes.